life Schreiadler: Gehölzpflanzungen

03.04.2017

Gehölzpflanzungen

Um Schreiadler zu schützen gibt es viele Möglichkeiten. Die Anlage von Hecken und Gehölzen ist eine davon. Durch die Bereicherung von großen Ackerflächen mit Strukturen deren Boden nicht bearbeitet wird, werden Rückzugsbereiche für die Beutetiere geschaffen. Nach dem Umbruch und der Neubestellung der angrenzenden Ackerflächen werden diese ausgehend von den Hecken und Gehölze durch Kleinsäuger wieder neu besiedelt. Je mehr Strukturen es gibt, desto mehr Wühlmäuse, Feldmäuse aber auch Maulwürfe stehen für die Neubesiedlung bereit.
Unser Projekt hat gemeinsam mit drei Landwirtschaftsbetrieben und dem Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide e.V. 15 Bereiche für die Anlage von Heckenstreifen ausgewählt. Zusammen sind die Hecken mehr als 2,5 km lang. Gepflanzt werden ausschließlich standortsangepasste, regionaltypische Arten wie: Kornelkirsche, Roter Hartriegel, Haselnuss, Eingriffliger Weißdorn, Pfaffenhütchen, Gemeine Traubenkirsche, Kreuzdorn, Faulbaum, Hundsrose, Hecken-Rose, Ohr-Weide, Salweide, Schwarzer Holunder und Gemeiner Schneeball.
Die Gehölze müssen für 6 Jahre durch Schutzzäune gegen Wildverbiss gesichert und für drei Jahre auch gewässert werden.
Auch wenn die Gehölze mehrere Jahre für die Etablierung benötigen, entstehen auf den Flächen schon im ersten Jahr durch die Einstellung der Nutzung Rückzugsbereiche für Beutetiere.

Life Schreiadler vorgestellt

Ein europäisches Naturschutzprojekt mit dem Ziel, die Lebensräume der drei stark gefährdeten Vogelarten Schreiadler, Wachtelkönig und Seggenrohrsänger wiederherzustellen.

Kontakt

Dr. Benjamin Herold
Projektleiter
Tel: (03331) 3654-16
benjamin.herold@lfu.brandenburg.de

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